Maßnahmen gegen die eingeführte Internet-Zensur von Ursula von der Leyen Nachdem viele deutsche Provider nun tatsächlich dem unverschämten Vorschlag von Ursula von der Leyen nachgekommen sind und eine vertragliche Vereinbarung unterzeichnet haben, in der sie sich verpflichten, Webseiten zu sperren, die ihnen vom BKA übermittelt werden, wird es nun Zeit, Gegenmaßnahmen zu ergreifen und auf die weitreichenden Folgen aufmerksam zu machen, die von der Bundesregierung und den Providern so nicht ausführlich genug genannt werden.
Unkontrolliertes Internet-Zensur-Werkzeug Da die Auswahl der Webseiten, die an die Provider zum Sperren weitergereicht wird, von keiner gesetzlichen Instanz überprüft und genehmigt werden müssen oder können, ist damit der Zensur in Deutschland natürlich Tür und Tor weit geöffnet. Wenn selbst die Justizministerin Brigitte Zypries davor warnt, dass mit diesem Werkzeug den Lobbyisten, vorallem der dümmlichen Musik- & Filmindustrie, in die Hand gespielt wird, spricht das schließlich Bände. Sie befürchtet, dass die besagten Lobbyisten schnell auf der Matte stehen werden, um diese Infrastruktur der Zensur auch für ihre irrwitzigen Ziele zu beanspruchen.
Überwachung und Auswertung der Zugriffe auf gesperrte Webseiten Mittlerweile wurde bekannt, dass die Zugriffe auf gesperrte Webseiten nun sogar mitgeloggt und in Echtzeit ausführlich ausgewertet werden sollen. Nicht nur, dass somit jeder, der versehentlich auf einer dieser gesperrten Webseiten gelandet ist, unter Generalverdacht gestellt wird, Kinderpornografie konsumieren zu wollen, er muss somit auch mit etwaigen Hausdurchsuchungen und rechtlichen Schritten rechnen, wenn ein schwachsinniges Gericht mal wieder falsche Schlüsse zieht oder unfähige Behörden Zahlendreher in die weitergegebene IP-Adresse des Anschlussinhabers bringen.
Funktionalität und einfache Umgehung des Filters Bei jedem Aufruf einer Domain wird beim DNS-Server des Providers die IP-Adresse des Servers erfragt, auf dem die Webseite zu finden ist. Bei gesperrten Webseiten wird zukünftig nicht mehr die korrekte IP-Adresse zurückgegeben, sondern die IP-Adresse einer Sperrungswebseite, auf der wohl ein großes Stopschild erscheinen wird. Damit man auch zukünftig die korrekte IP-Adresse der jeweiligen Domain zurückgeliefert bekommt, genügt es, wenn man sich einen neutralen DNS-Server in die eigene Netzwerkverbindung des Computers bzw. in die Konfiguration des Routers einträgt. Dies hat keinerlei Auswirkungen für euch - außer, dass alles so funktioniert, wie es sein sollte - ohne Einschränkungen und willkürliche Zensur durch Dritte. Man ist als Kunde nicht verpflichtet, den DNS-Server des eigenen Providers zu benutzen, den man in der Regel beim Einwählen ins Internet zusammen mit der IP-Adresse automatisch zugewiesen bekommt. Nachfolgend findet ihr eine Liste mit freien DNS-Servern:
Jemand hat sich die Mühe gemacht, die Schritte zur Umgehung der Sperre in einem Youtube-Video vorzuführen.
Wem es zu viel Aufwand ist, die Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Umgehung der Sperre nachzuvollziehen,
der kann sich damit leicht überzeugen, dass die Sperre keinesfalls wirkungsvoll ist:
(via lawblog)
Dazu sollte man noch überlegen, einen anderen als den angegebenen DNS-Server zu verwenden, eine regelmäßig aktualisierte Liste von frei zugänglichen Servern mit Angaben zum Standort und zur Erreichbarkeit findet sich hier.
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